Senke deine Absprungrate in 5 einfachen Schritten

Senke deine Absprungrate in 5  einfachen Schritten

Senke deine Absprungrate in 5 einfachen Schritten

Jeder der Statistiken zu seinem Blog oder seiner Webseite aufzeichnet, wird schon über sie gestolpert sein. Die Absprungrate oder Bounce Rate. Und bei einigen fällt sie sehr hoch aus. Darum will man auch etwas dagegen unternehmen. Was man genau machen kann, und ob das überhaupt nötig ist, sehen wir uns jetzt einfach einmal genauer an.

Im besten Fall ist die Absprungrate sogar etwas gutes. Einer Besucher kommt auf deine Seite, findet das, weswegen er gekommen ist, und verlässt deine Webseite wieder. Leider trifft das aber eher auf rein informative Seiten, wie zum Beispiel Wikipedia, zu. Die meisten unter uns, werden eher versuchen, einen Besucher für die Inhalte auf der Seite zu begeistern, und ihn zu einem längeren Aufenthalt zu bewegen. Mit den folgenden 5 Maßnahmen kann man die Absprungrate aber ganz einfach senken:

Eine gute interne Verlinkung

Dieser Punkt ist gar nicht einfach umzusetzen. Ist eine Seite gut intern verlinkt, wird der Leser von einem Artikel zum nächsten springen und dabei die Zeit vergessen. Wenn man es hier aber übertreibt, oder falsche Links setzt, kann das ganz schnell auch negative Auswirkungen haben.

Als erstes sollte man Querverlinkungen innerhalb eines Textes einbauen. Wenn man ähnliche Themen in seinem Blog behandelt, ist das auch relativ einfach zu bewerkstelligen. Und dann ist natürlich noch die Möglichkeit gegeben, am Ende des Beitrags, themenrelevante weitere Beiträge vorzuschlagen. Was man aber unbedingt vermeiden sollte, sind schlecht gewählte Linknamen wie zum Beispiel „nächster Artikel“. Damit überzeugt man kaum jemand, weiter zu lesen.

Mobile Optimierung – Responsive Design

Wenn man sich Statistiken ansieht, merkt man sofort, dass das Surfverhalten immer weiter in Richtung mobile Anwendungen geht. Und darauf sollte man auch bei der Auswahl seines Designs achten. Im Jahr 2015 würde ich absolut niemandem mehr raten, auf Responsive Design zu verzichten.

Man darf aber auch nicht außer acht lassen, dass mobil anders mit Inhalten umgegangen wird. Manche Seiten werden nur kurz besucht, um dann später mit Tablet oder Desktop PC noch einmal wieder zu kommen.

Fortsetzungen herausbringen

Eine perfekte Lösung für größere Themen oder sehr lange Artikel. Bevor man einen gigantischen Artikel mit tausenden Wörtern herausbringt, unterteilt man ihn besser in mehrere kleine und einfacher lesbare Teile. Dadurch animiert man die Leser, länger auf der Seite zu bleiben um weiter zu lesen. Übertreiben sollte man es hier aber auch nicht. Wenn man nach zu wenig Inhalt schon blättern muss, kann das ganz schnell nach hinten losgehen.

Lesbarkeit verbessern

Eigentlich ist das ein Punkt, der bei den meisten Leuten sicher schon von Haus aus umgesetzt wird. Manche haben aber einfach Schwierigkeiten damit, einen Text gut zu strukturieren, was potentielle Leser schnell abschrecken kann. Folgende Punkte sollte man beim schreiben eines Artikels beachten

  • Absätze und Zwischenüberschriften lockern einen Text auf
  • Wenn es sich anbietet, auch Grafiken, Videos, Statistiken usw. verwenden
  • Eventuell auch einmal eine Blick auf den Lesbarkeitsindex (Wiener Sachtextformel) machen. Dafür gibt es ein paar gute Tools

Werbung wirkt – manchmal negativ

Hier kann man ansetzen, wenn man auf seiner Seite Werbung schaltet. Popups beispielsweise werden von den meisten Usern als sehr nervig angesehen. Am besten man verzichtet auf so etwas komplett. Gleiches gilt für großflächige Werbung. Wenn es dem User zu viel wird, ist er schnell weg, und kommt auch selten wieder.

Übrigens ist zu viel Werbung auch SEO-technisch ein Nachteil. Google bewertet mittlerweile auch, wie viel Werbung im Sichtbaren Bereich gefunden wird, was zu Rankingeinbußen führen kann.

25 thoughts on “Senke deine Absprungrate in 5 einfachen Schritten

  1. Christian

    Hallo Andi,

    eine Frage zu deinem dritten Punkt „Fortsetzungen herausbringen“. Man liest zwar oft das man lange Texte unterteilen und dem Leser Stückchenweise zuführen soll um die Absprungrate zu senken, aber auf der anderen Seite liest man auch immer wieder das Google gerad lange Texte für das Ranking in den Suchergebnissen bevorzugt behandelt.
    Daher setze ich gerad auf eher lange Texte, weil eine niedrige Absprungrate zwar schön ist, aber viele Klicks über die Googlesuche schöner.
    Oder ist das vielleicht gar nicht richtig, dass Google lange Texte bevorzugt? Ich besitze leider nicht die Erfahrung um Vergleiche anstellen zu können.

    Viele Grüße
    Christian

    1. Andi Post author

      Hallo. Doch, das mit langen Texten und Google ist schon richtig. Ein Beitrag sollte schon so um die 400 Worte haben. Wenn du aber richtig lange Beiträge mit 1000 Worten hast, kannst du den bedenkenlos in zwei Teile teilen und Google wird beide als langen Text gut bewerten.

    2. Brian Klanten

      Hey Christian,
      bin gerade durch Zufall auf diesen Artikel gestoßen und letztendlich auch auf deinen Kommentar.

      Google bewertet lange Texte wesentlich besser, als kurze Texte mit nur 300 – 500 Wörter. Ich habe die Erfahrung gemacht, wie viele andere auch, dass ein Text mit 1000 Wörter + besser ranked als ein Text mit weniger.

      Vor allem Artikel die weit über 3000 Wörter haben, sieht Google gerne.

      Ich selber würde immer dazu raten mindestens 1000 Wörter zu schreiben.

      LG
      Der Brian

  2. Pingback: 10 SEO Fehler die man vermeiden sollte - Andi Bauer

  3. Mail

    Der einfachste Tipp dürfte für viele kleine Seiten(betreiber/besitzer) wohl aktuell sein:
    Einfach mal in die Zahlen gucken, soweit vorhanden(?), und dann dürfte der Größte Bouncer wohl sein, dass viele Pages einfach nicht mobil funktionieren – abseits der großen Flagship Brands ist es wirklich erstaunlich, wie insb. kleine Unternehmen/Produzenten mit einem non-mobile tauglichen Konzept präsentieren
    –> alleine nur schon mal dies zu reparieren, dürfte bei den meisten Sites die Absprungrate um 50%+ senken 🙂
    Grüße

  4. Garret

    Den Punkt mit der Fortsetzung werde ich unbedingt umsetzen. Eine super Methode, um seine Community heiß und aktiv zu halten. Bei PopUps bin ich mir auch nicht ganz sicher, ob es eine gute oder schlechte Methode sein soll? Schließlich bauen ja auch so viele erfolgreiche Seiten diese ein… Hat jemand von euch vielleicht Erfahrungen mit dem Plugin „SumoMe“? Erneut vielen Dank für die super Tipps.

  5. Timo

    Gute, grundsätzliche Tipps. Gerade die „responsiveness“ wird immernoch von vielen vernachlässigt. Auch kleine Seite (oder erst recht) sollten gar nicht mehr ohne mobile Ansicht gebaut werden. Auf meinen Seiten habe ich teilweise über 50% mobilen Traffic. Man muss sich das tatsächlich mal vor Augen führen – Nicht mehr die Desktop Nutzer sind die Hauptnutzer, sondern die auf dem Smartphone. Da wird der mobile first Gedanke wieder richtig bedeutsam. 🙂
    Noch etwas zu Absprungrate: Der Wert bei Analytics ist mit Vorsicht zu genießen, denn eine hohe Absprungrate ist nicht zwangsläufig schlecht. Eine langer One-Pager erzeugt meist sehr hohe Absprungraten, obwohl der Nutzer lange bleibt. Wichtig ist hier die Verweildauer zu betrachten. Ist die hoch genug, gibt es auch kein Problem.

  6. Michi

    Besonders beim letzten Punkt habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Wenn man alles penetrant mit Werbung zupflastert bringt das rein gar nichts. Die Leute sind einfach so genervt von Werbung, dass man die Leute mit andauernder „Call-To Action und „superspezielles Sonderangebot nur für Sie für 10 Minuten“ oder ähnlichen Phrasen einfach nur abschreckt und vergrault. Nichts gegen Call-to-actions und Angebote, aber man muss Sie heutzutage einfach subtiler und lockerer rüberbringen sonst wird das nichts.
    Cooler Ariktel konnte einiges mitnehmen.
    Hau rein. Michi

  7. Melanie

    Das Thema wird gern immer noch unterschätzt und das ist ein Fehler! Ich mein, man gibt sich die größte Mühe dass Besucher auf ne Website gelangen und dann akzeptiert man einfach, dass X% direkt wieder abhauen? 😀

    Von daher, danke für die Tipps!

  8. Ollie

    Wie genau ist das mit der Werbung im sichtbaren Bereich. Wertet Google seine eigene Werbung da auch mit?
    Beim PageSpeed Test ist jedenfalls so. Da wird einem aufgezeigt, dass das Javascript der Anzeigen auf der Seite komprimiert werden könnte.

  9. Jan

    Auch meiner Meinung nach ist das ein sehr wichtiges Thema. Schon allein, weil Google diese Besuchersignale mit ins Ranking einbezieht. Das Thema Mobile / Responsive ist dabei gar nicht wichtig genug einzuschätzen. Leider vernachlässigen das noch viele Webmaster. Nervige Werbepopups usw. kann ich auch nicht ausstehen. Würde nie auf die Idee kommen, sowas einzusetzen.

  10. Reinhard

    Um Kunden länger auf der Homepage zu halten finde es auch eine gute Idee, ( Abgesehen von einer ansprechenden Homepage und gutem Inhalt ) Videos über die Produkte / Dienstleistungen zu machen.
    Wenn das Video 2-3 Minuten lang ist und auch interessant ist, bleibt der Besucher mindestens solange auf der Seite.

  11. Jens

    Interessanterweise hat Google Analytics bei der Berechnung seiner Absprungrate selbst einen kleinen Bug (könnte man sagen), den man über ein Script lösen kann. Vielleicht wäre das auch noch interessant für diesen Artikel?

    Cheers,

  12. Burkhard

    Hey Andi,

    danke für deine Tipps.
    Vorallem mit der internen Verlinkung habe ich sehr gute Erfahrungen machen können. Es macht zwar viel Arbeit alles händisch zu verlinken und ggf. die alten Artikel durchzugehen, doch es lohnt sihc in jedem Falle.
    Höhere Verweildauer = Bessere Rankings = Mehr Besucher = Mehr Einnahmen.

    Viele Grüße

  13. Daniel

    Hallo Andy,
    einen guten Blog hast du hier. Vielen Dank für deine SEO Tipps. Ich habe ein paar davon, wo ich glaubte das ich noch Nachholbedarf habe, umgesetzt. Und siehe da ich bin bei wichtigen Keywörtern im Ranking gestiegen. Ich habe festgestellt das ich mich mit Seo einfach mehr beschäftigen muß. Sonst bringt das ganze „Geschreibe“ einfach nicht.
    Von daher vielen Dank für deine guten Tipps. Und vielleicht hast du ja noch weitere für uns.
    Viele Grüße, Daniel

  14. Daniel Gruber

    Hey Andi,

    Vor allem das mit der Werbung im sichtbaren Bereich, welche von Google negativ bewertet wird ist mir neu. Sind damit nur aggresive Werbeanzeigen wie große Poups gemeint oder gilt das auch wenn man mal 2-3 Textlinks und gegebnfalls noch ein kleines Amazon-Widget in seinem 400-600 Wörter langen Artikel unterbringt ?

    Kann mir aber gut vorstellen dass das nur bei zu aggresiver Werbung der Fall ist, die einem sogar daran hindert den Text barrierefrei zu lesen.

  15. Justus

    Die Lesbarkeit sehe ich echt als Problem an. Ich schreibe gerne lange und teilweise auch verschachtelte Sätze. Diese sind, meiner Meinung nach, gut lesbar. Trotzdem scheinen diese für Google in Problem zu sein. Mir kommt es so vor, als wolle Google Kindergartensätze, bestehend aus 5 Wörtern. Sehr nervig finde ich die Geschichte…

  16. Markus

    Dasnke für den Artikel. Ein wesentlicher Aspekt fehlt mir hier aber. Es ist wichtig, den Leser abzuholen. Egal welchen Text ich schreibe, ich mache das doch, um den Leser einen Mehrwert zu bieten und Ihn auf der Seite zu behalten.

    Dafür ist es notwendig, dass der Leser die gewünschten Informationen im Handumdrehen findet. Folglich muss der Text nicht nur schlüssig gegliedert sein und die wichtigsten Punkte auffindbar sein. Darüber hinaus, muss man sich vor dem Schreiben auch überlegen, welche Informationen der Leser den überhaupt auf dieser Seite suchen könnte. Nur dan weiß ich, wer mein potentieller Leser ist und kann ihm die Informationen bieten, der er sucht.

  17. Tobias

    Besonders den ersten Punkt mit der internen Verlinkung fand ich sehr interessant. Wusste zwar, dass eine gute interne Verlinkung zum Beispiel die Indexierung beschleunigen kann, aber aus diesem Blickwinkel hab ich das ganze noch nicht gesehn.
    Aber klingt ja eigentlich auch ganz logisch. Werde wohl in Zukunft mehr darauf achten müssen 😛
    mfg, Tobi

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